Stauraum schaffen!

Tipps für praktische Lösungen im ganzen Haus

 

(rgz) Chronischer Platzmangel in Schränken und Regalen, vollgestopfte Schubladen und ständiges Suchen nach dem Lieblings-T-Shirt: All das muss nicht sein, wenn bei der Wohnungseinrichtung neben der Optik auch praktische Details berücksichtigt werden – denn Stauraum zu schaffen ist eigentlich gar nicht kompliziert. Platz gibt es zwar eigentlich nie genug, mit pfiffigen Lösungen kann man aber jede Nische bestmöglich ausnutzen. Der Wohnexperte Oliver Freymark von der Schreinerei Uebelhack erklärt, wie man mit System überall mehr Platz schaffen kann.

Stauraum schaffen: Warum reicht in vielen Häusern und Wohnungen der Stauraum einfach nicht aus?
Schreinermeister Oliver Freymark: „Dies hat sicherlich verschiedene Ursachen. Etwas Ordnungssinn gehört schon dazu, um den Durchblick zu behalten. Auch ein regelmäßiges Ausmisten zum Beispiel von Kleidungsstücken, die man lange nicht mehr getragen hat, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit. So schafft man wieder neuen Platz im Kleiderschrank. Daneben hat aber auch die moderne Architektur wesentlichen Anteil daran, dass der Stauraum oft nicht reicht: Große, offene Wohnräume mit wenig Zwischenwänden machen das Stellen von Regalen und Schränken nicht gerade einfacher. Und auch beliebte Dach- oder Maisonette-Wohnungen mit ihren vielen Schrägen führen dazu, dass zahlreiche Nischen nicht als Stauraum genutzt werden können. Mit Möbeln in gängigen Maßen kommt man hier oft einfach nicht weiter.“

Bedeutet dies, dass stets Einzelanfertigungen notwendig werden?
Freymark: „Nicht unbedingt. Erfahrene Betriebe können auch Serienmöbel so anpassen, dass sie sich optimal in den vorhandenen Raum einfügen. Dies führt zu intelligenten Lösungen, die durchaus bezahlbar bleiben und für die Bewohner einen hohen Mehrwert bieten. So wird beispielsweise der Kleiderschrank nach Maß in die Schräge eingefügt. Zusätzlichen Stauraum schaffen zudem Aufbewahrungssysteme im Schrank – so etwa praktische Schubladenauszüge. Und oft verbirgt sich Stauraum sogar dort, wo ihn viele gar nicht erwarten würden.“

Stauraum im Schlafzimmer

Können Sie ein Beispiel dafür geben?
Freymark: „Eine clevere Detaillösung ist es beispielsweise, das Betthaupt mit verborgenen Fächern und Schubladen auszustatten, die einiges an zusätzlichem Stauraum schaffen. Großflächig zu öffnende Schiebe- und Falttüren für den Kleiderschrank wiederum sind praktischer als Flügeltüren, da diese schon beim Öffnen viel Platz beanspruchen. Hilfreich sind auch begehbare Kleiderschränke. Diese benötigen weniger Grundfläche als viele denken und lassen sich gerade auch bei Räumen im Obergeschoss gut in Schrägen und Nischen einfügen.“

Nicht nur für die Bekleidung wird viel Stauraum benötigt. Auch in der Küche hat man meist nicht genug Platz für Töpfe, Geräte und Vorräte. Was empfehlen Sie hier?
Freymark: „Auch hier lohnt es sich, vom Fachmann vor Ort individuelle Lösungen entwickeln zu lassen. Oft ist Stauraum vorhanden, der nicht intelligent genutzt wird. So helfen zum Beispiel Küchenschränke mit Apothekenauszügen dabei, den Überblick über die vorhandenen Vorräte zu behalten. Bei Unterschränken sind breite, weit ausziehbare Schubladen eine praktische Lösung, um den Stauraum ergonomisch ausnutzen zu können. Und häufig gibt es am Ende einer Zeile oder zwischen zwei Schrankelementen die Möglichkeit, kleine Regale einzubauen.“

Fazit der Redaktion
Platz ist buchstäblich in der kleinsten Hütte – auch wenn es etwas Erfahrung und Kreativität benötigt, um möglichst viel Stauraum in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Die Schreinerei Uebelhack hilft bei der Planung und kann Möbel an Nischen, Schrägen und vorhandene Flächen anpassen.

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